Contrapunctus

Henrietta Horn / Reinhard Hubert / Matthias Geuting

MOVE! Krefelder Tage für modernen Tanz | FABRIK HEEDER

Premiere: 10. Oktober 2020, Studiobühne I – Inge-Brand-Saal 17.30 Uhr & 20.30 Uhr

Move! – Krefelder Tage für modernen Tanz Fabrik Heeder/ Virchowstrasse 130, 47805 Krefeld

Eintritt: € 13,– / erm. € 7,50

Tickets unter: 02151/864848, per Mail an kultur@krefeld.deoder oder online:  www.krefeld.de/kartenreservierung

Seit vielen Jahren verbindet die Choreographin Henrietta Horn,
den Licht- und Videokünstler Reinhard Hubert und den Musiker
Matthias Geuting eine langj.hrige interdisziplin.re Zusammenarbeit.
Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie digitale Bilder, Klänge und Bewegung in Balance zueinander und in gegenseitiger Bereicherung eingesetzt werden k.nnen. Grundlage ihrer Zusammenarbeit ist eine Komposition von J. S. Bach, Contrapunctus aus der Kunst der Fuge.

Contrapunctus ist eine Produktion von Henrietta Horn gefördert vom Kulturamt der Stadt Essen.

Konzept, Choreographie und Tanz: Henrietta Horn | Licht, Video und Digitales: Reinhard Hubert | Musik: Matthias Geuting | Kostüm: Margit Koch

Dauer: ca. 30 Minuten

Presse

Presseauszüge zu CONTRAPUNCTUS, Premiere am 10.10.2020 in der Fabrik Heeder, Krefeld

Nachtkritik von Bettina Trouwborst TANZweb.org 

…„Contrapunctus “ ist ein stilvoller Auftakt zu einer Komposition aus Johann Sebastian Bachs perfekt strukturierter „Kunst der Fuge“, der Altes mit Neuem zu verbinden sucht. Eine sympathische Miniatur von 30 Minuten, über die sich streiten lässt.

…Der alte Bach, die Tanzkunst und digitales Videodesign also – wie passt das zusammen? Das Trio hat bewiesen, dass es geht. Und auch wieder nicht. Matthias Geuting interpretiert die kontrapunktische Kunst aus den 1740er Jahren voller Ruhe, Gedankentiefe und Leichtigkeit. Es ist ein Genuss, ihm zuzuhören. Auf dieser Basis bewegt sich Horn analog zur Struktur dieser formstrengen Musik. Es ist vor allem eine Choreografie für die Arme, die sie erst schlicht, dann immer raffinierter und lebhafter führt. Drehungen und Sprünge fehlen ganz. Irgendwo immer noch dem deutschen Ausdruckstanz verbunden, bleibt Horn bodennah, raumgreifend und klar strukturiert.

…Hubert legt einen digitalen Vorhang aus Diagrammen über die Tänzerin. Das kann faszinierende Wirkungen erzielen – oder einfach nur stören. … Wenn die Kurve aber zu einer Säule wird und „Hieroglyphen“ exakt über Horn strömen wie ein Wasserfall, dann wird das Ganze zum Gesamtkunstwerk.

…Zweifellos, man hätte gerne mehr Tanz gesehen. Aber nicht auf Kosten dieser doch beeindruckenden visuellen Effekte.

…Es gibt Momente, da wirkt Henrietta Horn wie ein Opfer, eine Gejagte – von Huberts Zeichenflut und den nun schrägen Tönen des Organisten. Als sich dann eine blaue Farbfläche in der Bühnenmitte zeigt, die durch helle Balken zu Geometrie wird und die Tänzerin diejenige ist, die als Störfaktor irritiert, hat das Digitale die analoge Kunst mehr als bereichert.

Von Bettina Trouwborst |10. Oktober, 2020