Henrietta Horn

 

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PRALLEN

Der Hahn ist tot

Inszenierung für acht Tänzerinnen und Tänzer

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Tanz und Medienkunst - zwei Kunstgattungen, die einander inspirieren und bereichern. Mit diesem Abend gehen Henrietta Horn und Dietrich Hahne neue Wege in ihrer künstlerischen Arbeit: die Auseinandersetzung mit einem „fachfremden” Medium vor dem Hintergrund ihrer eigenen Kunst. So verwendet die Choreographin Henrietta Horn erstmals das Medium Film/Video in ihrer Arbeit und der Medienkünstler und Komponist Dietrich Hahne arbeitet zum ersten Mal mit choreographischen Elementen. Entstanden ist ein zweiteiliger Tanzabend, dessen Stücke unterschiedlicher nicht sein könnten.

 

„Auch Georgien liegt am Meer” von Dietrich Hahne lässt Erinnerungen an vergangene Sommeridyllen wach werden: Wellen tanzen, Sand rieselt über Dünen und Dünengras weht im Wind. Bilder von Menschen erscheinen, verschwimmen ins Diffuse, entheben sich selbst der Realität. Der weiß ausgeschlagene Bühnenraum fungiert als Projektionsfläche für die computergenerierten Bilder, ebenso wie die hellen Kostüme der Tänzerinnen und Tänzer. Sie selbst werden in ihren Bewegungen Teil dieser Bilder, fügen sich ein oder stehen deutlich im Kontrast. All das wird von einem Klangteppich begleitet, der sich kongenial den Bildern auf der Bühne anpasst.


„Der Hahn ist tot” von Henrietta Horn kommt federleicht daher. In skurrilen und zum Teil schrägen Bildern nimmt sie Aspekte der deutschen Bürgerlichkeit ins Visier: so tanzen Dackel auf der Bühne, Sport spielt eine nicht unwesentliche Rolle, ein Huhn stirbt und wird verspeist und das alles eingerahmt von dezenten Streifentapeten.


Geradezu spielerisch lässt Henrietta Horn den Film zur Kulisse werden, lenkt mit ihm das Augenmerk des Zuschauers auf ein besonderes Detail, oder erzählt ganz einfach eine kleine, aber feine Geschichte. Die Tänzer bewegen sich zwischen Bühne und Film und treten in Interaktion mit den Bildern. Mit leichter Hand verwebt Henrietta Horn die Elemente Film, Tanz, Musik und Schauspiel zu einem höchst unterhaltsamen, kurzweiligen Stück.


„Prallen” ist eine Koproduktion des Folkwang Tanzstudio (FTS) und des Institut für Computermusik und Elektronische Medien (ICEM)

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