Henrietta Horn

 

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HORST

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Henrietta Horns Choreographien fordern die Phantasie des Betrachters heraus. Ohne Worte, nur mit Bewegungen, Gesten, Mimik zur Musik erzählen sie und die Mitglieder ihrer Kompanie Geschichte, lassen Gefühle lebendig werden. Da irren zwei Schwestern herum. Die völlig leere Bühne scheint sich vor dem geistigen Auge des Zuschauers in einen dichten Wald zu verwandeln. Wie eine Beschwörung wirkt der Tanz „Ewi A Malachim“, bei dem Henrietta Horn einen Regenstock, ein chilenisches Instrument aus Kaktus, verwendet. Die Bewegungen fließen weich wie Wasser. Die 20minütige Pause des Tanzabends war nicht lang genug für die Besucher, um sich über die Ausdruckstänze, die sie gesehen hatten, zu unterhalten. Etwa über „Horst“, eine Choreographie zur Musik von Bela Bartok.


Wie ein verstörtes Kind, gesenkten Kopfes, sitzt Henrietta Horn bei diesem Tanz auf der Bühne. Sie wippt mit dem Oberkörper, rutscht plötzlich ruckartig hin und her, zuckt, wie in einem Anfall, verfällt dann aber wieder ins Wippen. Sie windet sich, kommt schließlich auf die Beine, stößt einen stummen Schrei aus. „Horst ist verzweifelt!“ ließ sich eine Besucherin in der Pause vernehmen. „Nein, Horst ist nicht da. Deshalb trauert die Tanzende“, entgegnet ihre Begleiterin energisch. Einig wurden sie sich nicht. Was können sich zeitgenössische Künstler schöneres wünschen, als die Auseinandersetzung über ihre Darbietungen.

 

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