Henrietta Horn

 

 

AKTUELL:

 

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Foto: Jörg Landsberg

 

 

Rekreation

 

 von Mary Wigmans "Die Feier" (1927/28)

 

Premiere 09. Februar 2019 
Weitere Vorstellungen: 13. Februar & 17. Februar: 15 Uhr
28. Februar, 7. März, 12. März, 30.März, 18. Juni: 19.30 Uhr
 
Theater Osnabrück
Domhof 10/11
49074 Osnabrück
 

2019 feiert das Bauhaus sein 100-jähriges Jubiläum und ist Anlass für den dreiteiligen Tanzabend BAUHAUS | BOLERO am Stadttheater Osnabrück. Eröffnet wird er mit der Rekonstruktion von Mary Wigmans Gruppenwerk DIE FEIER (1927/1928). Wigman (1886-1973) hatte sich Mitte der 1920er Jahre nicht nur mit den konstruktivistischen Idealen des Bauhaus-Künstlers Wassily Kandinsky befasst, sondern auch mit den theatralischen Experimenten der Bauhaus-Bühne. Rückblickend schrieb sie über DIE FEIER: „Kaum ist mir der absolute Zusammenklang von Farbe, Form und Linie, von Körper- und Raumrhythmus wieder so rein gelungen wie in dieser Arbeit“. Verantwortlich für die Rekreation sind, wie schon bei Wigmans Werken „Le Sacre du Printemps“ (1957 - 2013) und „Danse Macabre“ (1921/26 -2017), Henrietta Horn und Susan Barnett.

 

DIE FEIER (1927/28)
Choreografie Mary Wigman
Bühne/Kostüme Mary Wigman, Elis Griebel
Rekonstruktion Henrietta Horn (verantwortlich), Susan Barnett 
Musik Martin Räpple, Wladimir Krasmann nach musikalischen Themen von Will Götze

Rekonstruktion der Kostüme Margrit Flagner, Susan Barnett

Tanz: Dance Company Osnabrück

 

 

Presse:

Premiere im Theater Osnabrück Neuer Tanzabend "Bauhaus/Bolero" fasziniert

Von Christine Adam, 09.02.2019 Neue Osnabrücker Zeitung

 

Ein ausgefeilter Genuss für Tanz- und Bauhaus-Fans: Am Samstag feierte der neue, dreiteilige Tanzabend mit einer Rekreation von Mary Wigmans „Die Feier“, Edward Clugs „Handman“ und Mauro de Candias Uraufführung von „Bolero“ im Theater Osnabrück Premiere. Drittes Mal Wigman. Welch ein Gewinn, dass sich das bewährte Rekonstruktionsteam von Henrietta Horn und Susan Barnett zum dritten Mal an eine nicht überlieferte Choreografie von Mary Wigman fürs Theater Osnabrück gewagt hat. Obwohl die Wigman-Spezialistinnen dieses Mal, nach “Le Sacre du Printemps“ und den beiden Totentänzen, so wenig Material fanden, dass sie Wigmans „Die Feier“ von 1927/28 lieber eine Rekreation nennen. Feierlich durchschreitet die Osnabrücker Dance Company den Bühnenraum wie ein lebendiges Gemälde, das Spieler mit Perkussionsinstrumenten zeigt. Prachtvolle Gewänder mit langen, schwingenden Röcken unterstreichen das Zeremonielle dieser Tänzerkette. Arme und Beine greifen sehr langsam und wie tastend in den Raum hinein und gerinnen zu uralten, kultisch anmutenden Posen. Gegenläufige Kreise und auf zwei Solisten wie Chöre reagierende Tänzergruppen gestalten den Raum, beides typische Wigman-Elemente. Die jungen Tänzer machen die zwei Teile der „Feier“ zur Augenweide und ernten Zwischenapplaus mit der fantastischen Drehmonotonie von Cristina Commisso, der es bei aller Dreherei gelingt, mit ausgefeilter Armgestik den Raum über sich zu gestalten. Live-Perkussion der Tänzer, eigens Komponiertes von Martin Räpple in Zusammenarbeit mit Henrietta Horn und erkennbare Temposteigerungen bis hin zum tödlichen Schrecken lassen die inhaltliche Klammer des Abends erahnen.

 

 

  

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Blickwechsel  

 

IMPROVISATIONEN VON UND MIT: HENRIETTA HORN, MATTHIAS GEUTING, KEISUKE MIHARA, THOMAS NEUHAUS, MATTHIAS SCHLOTHFELDT, LÉA THOMEN

15. März 2019
16. März 2019
3:e vaningen- Dance & Artspace
Sockerbruket 9
41451 Göteborg / Schweden
 

Im März 2015 trafen sich die Choreographin Henrietta Horn und der Musiker Matthias Geuting zum ersten Mal mit einer Gruppe von Tänzer*innen. Ihr gemeinsames Interesse: Die freie, ungeformte Improvisation ohne Ergebnis oder Ziel. Motivation war allein die Neugier auf das, was sich in diesen Treffen entwickeln, und wie die Beteiligten miteinander agieren würden. Aus den unregelmäßigen Treffen entwickelte sich eine feste Gruppe, die sich bei diesen Begegnungen bald die Frage stellte, was wäre, wenn wir das vor und mit einem Publikum versuchen würden? Was würde sich ändern, ist das, was wir tun überhaupt einem Publikum zumutbar, ist Gestaltung notwendig und wenn ja, wie viel? Im November 2015 kam es dann in der Folkwang Universität der Künste zu einem ersten Experiment. Vor einem interessierten Publikum stellten sich die Künstler*innen den Fragen nach Regeln, Perspektiven, Erlaubtem und Nicht-Erlaubtem, Freiheit und dramaturgischer Unwucht.  Seit 2015 haben zahlreiche weitere Veranstaltungen mit einer ständig wechselnden Besetzung und an verschiedensten Orten stattgefunden, darunter Konzertsäle, Museen und Kirchen. Die Fähigkeit und Bereitschaft zum blitzschnellen Wechsel der Perspektive ist bei Darsteller*innen wie Publikum gefragt, denn alle tänzerischen und musikalischen Aktionen werden buchstäblich aus dem Moment heraus erfunden, entwickelt und auf ihr Potential hin erkundet. Ein solcher Blickwechsel lässt Beziehungen und Nicht-Beziehungen zwischen Klang, Bewegung, Raum und Publikum entstehen und birgt das Risiko und die Freude der Unkalkulierbarkeit. Ob dramaturgische Bögen entstehen und wachsen, ob sie versanden oder abrupt zu Ende gehen, das kann niemand vorhersagen. Aber ist die Frage des »Gelingens« nicht selbst wieder eine Sache der Perspektive

 

 
 
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Foto: Rolf K. Wegst
 
AUFTAUCHER STADTTHEATER GIESSEN

TANZCOMPAGNIE GIESSEN

22. März 2019: 20 Uhr | taT-studiobühne
14. April 2019: 20 Uhr |  taT-studiobühne
Stadttheater Gießen
Südanlage 1
35390 Gießen
 

Ein leerer Bühnenraum, zehn Tänzerinnen und Tänzer, acht Stühle und zwanzig Rasseln – mehr braucht es in AUFTAUCHER nicht, um die Vorstellungskraft der Zuschauerinnen und Zuschauer herauszufordern. Innerhalb weniger Minuten entsteht im Zusammenspiel von Bewegung, Licht und Rhythmus ein atmosphärischer Sog, der alle in seinen Bann zieht. Es ist ein Feuerwerk an Bewegungen und Ausdrucksstärke. Emotionale Vorgänge werden in in physische Bilder umgesetzt. Spielarten des menschlichen Miteinanders finden sich so auf der Bühne wieder: das Umwerben der Geschlechter, Konkurrenz, Ablehnung, Eifersucht, aber auch Humor, Scham, Sinnlichkeit und Lebenslust. In seiner jetzigen Form wurde das Stück 2001 vom Folkwang Tanzstudio in Jakarta uraufgeführt und international gezeigt. Nach Neueinstudierungen in Essen (2013) und Braunschweig (2016) jetzt mit der Tanzcompagnie Gießen: fast schon ein ›Klassiker des Zeitgenössischen Tanzes‹.

 
 
 

AUFTAUCHER RUHRFESTSPIELE RECKLINGHAUSEN 

FOLKWANG TANZSTUDIO

19. Mai 2019: 20 Uhr

20. Mai 2019: 20 Uhr

Theater Marl

Am Theater 1

45768 Marl

 

 

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Foto: Reinhard Hubert

 

 

UNTIER  URAUFFÜHRUNG

"FESTIVAL NOW! FORM PER FORM" 

26.10. 2018, 18.00
Folkwang Universität der Künste / Neue Aula 
Tickets: +49 (0) 201_4903-231 oder Bestellung per Mail unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

Thomas Neuhaus und Henrietta Horn mit Studierenden der Folkwang Universität der Künste

 

"Wie ein Untier, weniger Ungetüm als vielmehr eine keiner Norm entsprechenden Kreatur, so stellt auch dieses Stück Normen des Zusammenwirkens der Sparten lustvoll in Frage." „Untier“ führt Ansätze früherer Arbeiten weiter, wie z.B. „Kaiserkleider“ und „Rotlicht“ von Henrietta Horn, oder Arbeiten des Theaters der Klänge (u.a. Modul|a|to|r, Hoereographien, Suite intermediale, Vanitas) mit Thomas Neuhaus als Komponist, Programmierer und Mitentwickler des Interaktionskonzepts.

Konzept und Inszenierung: Henrietta Horn und Thomas Neuhaus
Choreographie: Henrietta Horn
Komposition: Thomas Neuhaus
Licht- Videodesign: Reinhard Hubert
Kostüm: Margit Koch
Tanz: Sara Koluchová, Yen Lee, Pierandrea Rosato, Etienne Sarti, Ivan Strelkin
Musik: Kontrabass: Endika Rodriguez; Flöte: Xueqing Wang; Live-Elektronik: Thomas Neuhaus

Die Musik von „Untier“ ist ein Auftragswerk der Philharmonie Essen, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Veranstaltung wird gefördert von der Kunststiftung NRW. Die Philharmonie Essen richtet NOW! gemeinsam mit der Folkwang Universität der Künste, der Stiftung Zollverein, dem Landesmusikrat NRW und PACT Zollverein aus.

 

 

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